Würmer bei Katzen

Häufig werden Katzen mehrmals im Jahr von Würmern befallen. Wurmbefall kann zu schweren Erkrankungen der Katze führen – eine rechtzeitige und vorbeugende Behandlung ist deshalb wichtig.

Würmer bei Katzen Katzenwürmer

Was tun bei Wurmbefall?

Würmer sind bei Katzen keine Seltenheit: Studien zeigen immer wieder, dass etwa 20 - 30 % aller Katzen von Würmern befallen sind. Ein solcher Befall verläuft in den meisten Fällen harmlos und unbemerkt.

In Abhängigkeit von Art und Zahl der Würmer kann es jedoch zu Erkrankungen bei Katzen kommen, die auch eine Ansteckungsgefahr für den Menschen bedeuten. Die möglichen Folgen von Wurmbefall bei Katzen reichen von Magen-Darm-Beschwerden bis zu massiven Schäden an Organen wie Leber oder Lunge.

Deshalb gilt eine einfache Regel: Katzen sollten regelmäßig einer Entwurmung bzw. einer Wurmkur unterzogen werden.

Wie stecken sich Katzen mit Würmern an?

Katzen können sich Würmer auf verschiedenen Wegen einhandeln:

  • Die Eier und Larven von Würmern kommen im Garten und auf Wiesen bzw. auf Auslaufplätzen häufig vor. Gelangen sie ins Innere der Katze, entwickeln sie sich hier weiter.
  • Wenn Katzen infizierte Mäuse fressen oder in Kontakt mit Kot von infizierten Katzen kommen, können sie sich mit Würmern anstecken.
  • Auch Flöhe übertragen Würmer.
  • Bestimmte Würmer fressen sich durch die Haut ins Innere von Katzen (z.B. Hakenwürmer).
  • Infizierte Katzenmütter übertragen Würmer auf ihre Welpen.
  • Die Fütterung mit rohem Fleisch und Schlachtabfällen kann zu Wurmbefall führen.

So gelangen Eier von Würmern, Larven oder ausgewachsene Würmer in den Verdauungstrakt der Katze, wo sie sich von verdauter Nahrung, Blut oder Gewebe ernähren.

Wie oft werden Katzen von Würmern befallen?

Die Befallshäufigkeit ist je nach Wurmart sehr unterschiedlich. Untersuchungen zeigen, dass hierzulande etwa jede 5. Katze mit Würmern infiziert ist. Am häufigsten kommt in Deutschland und den angrenzenden Staaten eine Unterart des Spulwurms vor - der toxocara mystax.

Dabei sind freilaufende Katzen, die in Kontakt mit Kot, Aas und Beutetieren kommen, deutlich gefährdeter als Hauskatzen. Aber auch die Gefahr eines Befalls bei letzteren sollte nicht unterschätzt werden.

In den meisten Fällen verläuft ein Wurmbefall harmlos, jedoch gibt es einige gesundheitsgefährdende Risiken für Tier und Mensch (besonders für Kinder), die eine regelmäßige Entwurmung erforderlich machen.

Welche Würmer befallen Katzen?

Bei Würmern, die Katzen befallen, handelt es sich um parasitär lebende Wurmarten. Sie besiedeln die inneren Organe von Säugetieren und nutzen diese als Wirte - d.h. sie ernähren sich im Körper der Wirtstiere und pflanzen sich fort, indem sie Eier legen.

Am häufigsten werden Katzen hierzulande von diversen Arten von Platt- und Fadenwürmern befallen. Zu den Plattwürmern gehören Bandwürmer wie der Gurkenkernbandwurm und der Katzenbandwurm. Im Unterschied zu Fadenwürmern (z.B. Spulwürmer und Hakenwürmer) benötigen sie immer einen Zwischenwirt.

Zwischenwirte sind Tiere, die Eier oder Larven von Würmern zum Endwirt transportieren. Bei Katzen kommen als Zwischenwirte typische Beutetiere wie Mäuse in Frage, aber auch Flöhe transportieren die winzigen Eier von Katzenwürmern. Ausgewachsene Würmer im Endstadium sind hingegen nur im Endwirt – in diesem Fall den Katzen - zu finden.

Würmer bei Katzen erkennen

Die verschiedenen Würmer, die Katzen befallen können, verursachen unterschiedliche Symptome. Am häufigsten sind Durchfall, Erbrechen und Blut im Kot.

Auch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Fellausfall können auf einen Wurmbefall der Katze hindeuten. Im Kot lassen sich meist die weißlich-durchsichtigen Wurmsegmente gut erkennen. Die Eier von Würmern hingegen sind mit bloßem Auge eher nicht sichtbar.

Ein Wurmbefall verläuft jedoch vielfach unbemerkt, weil die auffälligen Symptome erst bei starkem Befall auftreten. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katze von Würmern befallen ist, können Sie eine Kotuntersuchung veranlassen. In Ihrer Tierarztpraxis erhalten Sie kleine Röhrchen, mit denen Sie an 3 aufeinander folgenden Tagen Kot Ihrer Katze sammeln. Der Tierarzt kann nach einer Untersuchung des Kots den Verdacht bestätigen oder entkräften.

Wie schaden Würmer der Katze?

Würmer belasten den Organismus der infizierten Katze. Sie entziehen wichtige Nährstoffe, können Blut saugen, Gewebe zerstören und innere Blutungen verursachen. So schwächen Würmer das Immunsystem der Katze, das mit den Folgen eines Wurmbefalls zu kämpfen hat. Eine geschwächte Immunabwehr wiederum erhöht die Gefahr von weiteren Infektionserkrankungen wie der Katzenseuche.

Weitergehende Folgen bis hin zum Tod der Katze sind möglich, wenn auch selten. Einige Würmer aus der Gattung der Fadenwürmer nisten sich in Organen von Katzen wie der Lunge oder der Leber ein, wo sie schwere Schäden verursachen können. Um Schaden von der Katze abzuwenden empfiehlt es sich also, regelmäßig eine Entwurmung durchzuführen.

Wie verläuft ein Wurmbefall?

Nicht jede Infektion mit Würmern muss zwangsläufig eine Erkrankung zur Folge haben. Oft verläuft ein Wurmbefall weitgehend harmlos und unbemerkt. Bandwürmer zum Beispiel ernähren sich nur vom Darminhalt. Bei geringem Wurmbefall bleiben Symptome wie Durchfall und Erbrechen daher oft aus. Erst wenn sich die Würmer stark vermehren, kommt es zu auffälligen Symptomen.

Haben Würmer eine Katze jedoch einmal befallen, verschwindet das Problem meist nicht von selbst. Vom Darmtrakt aus verbreiten sie sich im ganzen Körper der Katze, ernähren sich vom Darminhalt oder von Blut und legen Eier, aus denen neue Larven schlüpfen. Damit ist ein Kreislauf in Gang gesetzt, der am besten durch regelmäßige Wurmkuren aufgehalten werden kann.

Meine Katze hat Würmer - Was tun?

Wenn Sie die Symptome von Würmern bei Ihrer Katze feststellen (z.B. wenn die Katze Würmer erbricht), sollten Sie dringend eine Entwurmung mittels Wurmkur durchführen. Andernfalls steigt die Gefahr von ernsthaften Erkrankungen bei Katze und Mensch.

Bei starken Symptomen oder Verdacht auf einen Parasitenbefall, der von einer gängigen Wurmkur nicht abgedeckt wird, ist auch ein Besuch beim Tierarzt angezeigt. Eine Kotuntersuchung kann zudem sicherstellen, dass die Katze vollständig entwurmt ist.

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