Spulwürmer bei Katzen

Spulwürmer gehören weltweit zu den häufigsten Würmern bei Katzen und Hunden. Sie zählen zur Gruppe der Fadenwürmer und sind an ihrer länglichen Form erkennbar.

Spulwürmer bei Katzen

Ansteckung mit Spulwürmern bei Katzen

Katzen können sich mit Spulwürmern über das Verschlucken von larvenhaltigen Wurmeiern oder über Transportwirte (Vögel, Nagetiere) infizieren. Hierzulande ist die Ansteckung mit dem Spulwurm toxocara mystax (auch: toxacara cati) am wahrscheinlichsten. Seltener ist ein Befall mit dem toxacara leonina.

Die Eier von Spulwurm-Weibchen werden über den Kot von infizierten Katzen ausgeschieden. Deshalb herrscht überall dort Ansteckungsgefahr, wo Katzen Kot hinterlassen. Zudem kann der Spulwurm toxacara mystax über die Muttermilch übertragen werden. Die Eier sind zudem äußerst resistent und langlebig.

Aussehen von Spulwürmern

Spulwürmer sind meist weißlich oder gelblich und haben eine längliche Form. Ausgewachsene Spulwürmer können bis zu 10 cm lang werden.

""Toxocara cati 2 beentree" by Beentree - Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Symptome bei Spulwurmbefall

Wenn eine erwachsene Katze von nur wenigen Spulwürmern befallen ist, kann es sein, dass zunächst keine Symptome auftreten. Erst wenn die Würmer sich vermehren, treten erste Symptome wie Haarausfall, struppiges Fell, verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf.

Heftigere Symptome zeigen sich bei massivem Spulwurmbefall: Durchfall, Erbrechen, Blut im Kot oder Darmverstopfungen.

Folgeschäden bei Katzen

Das Alter der Katze spielt eine wichtige Rolle beim Wurmbefall. Während sich bei erwachsenen Katzen mit Spulwürmern oft wenige bis gar keine Symptome einstellen, sind junge Katzen stärker gefährdet.  Auch Ort und Ausmaß des Wurmbefalls sind auschlaggebend für mögliche Schäden bei einer Katze.

Folgeschäden können zum einen durch eine dauerhafte Mangelversorgung mit Nährstoffen entstehen, wenn die der Befall mit Spulwürmern nicht behandelt wird. Ernsthafte Schäden drohen jedoch, wenn Spulwurmlarven den Darmbereich verlassen und Organe wie etwa Augen, Nieren, Leber oder Lunge besiedeln. Seh- und Wachstumsstörungen oder eine lebensgefährliche Lungenentzündung sind dann nicht unwahrscheinlich.

Ansteckungsgefahr für Menschen

Spulwürmer, z.B. der toxocara mystax, sind grundsätzlich auf den Menschen übertragbar. Vor allem Kinder stecken sich häufiger in mit Katzenkot verunreinigten Sandkästen an. Eine Infektion verläuft zunächst unauffällig bis die geschlüpften Larven vom Dünndarm der Betroffenen auswandern und innere Organe oder Muskeln besiedeln.

Eine solche Besiedelung kann die Augen, das Gehirn, die Leber oder die Atemwege betreffen. Bei Kindern können auch allergische Reaktionen eine Rolle spielen (Nesselsucht). Der regelmäßigen Behandlung von Katzenwürmern kommt nicht zuletzt deshalb eine besondere Bedeutung zu.

Behandlung von Spulwurmbefall

Durch moderne Wurmkuren lassen sich Spulwürmer leicht und effektiv entfernen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.

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