Katzenernährung – Katzen gesund ernähren

Eine Katze gesund und artgerecht zu ernähren, ist gar nicht so schwer. Was, wann und wie oft sollten Sie Katzen füttern?

Ernährung von Katzen

Was fressen Katzen?

Eine artgerechte Katzenernährung orientiert sich an den natürlichen Fressgewohnheiten von Katzen in freier Wildbahn. Hierzulande stehen vor allem Nagetiere (Mäuse & Co.) und Vögel auf dem Speiseplan unserer Stubentiger.

Katzen fressen ihre Beutetiere meist ganz auf, so dass auch Innereien, Mageninhalt, Knochen und Fell Bestandteile der natürlichen Katzennahrung sind. Sie liefern Nähr- und Ballaststoffe, die Teil einer ausgewogenen Katzenernährung sein sollten.

Futtersorten - Frisch-, Nass- oder Trockenfutter?

Bei der Wahl des Katzenfutters stehen grundsätzlich 3 Futtersorten zur Auswahl:

  • Frischfutter: Frisches Fleisch ist bei vielen Katzen sehr beliebt. Das ausschließliche Füttern mit naturbelassener Nahrung nennt man auch BARFen.
  • Nassfutter: In Dosen oder vakumierten Schalen/Beuteln konservierte Katzenmahlzeiten, oft mit verschiedenen Gemüsesorten oder mit Sauce, Gelee oder Paté.
  • Trockenfutter: Getrocknete und gepresste Pellets mit geringem Wasser- und hohem Getreideanteil - eine sehr bequeme Fütterungsart, weil leicht zu transportieren und lange haltbar.

Als Katzenhalter muss man sich nicht unbedingt für oder gegen eine bestimmte Futtersorte entscheiden. Frischfutter ist zwar eine sehr artgerechte, aber auch sehr aufwändige Katzennahrung. Praktischer - und nicht unbedingt weniger gesund - ist eine abwechslungsreiche Mischfütterung, die hauptsächlich aus hochwertigem Nassfutter besteht und die durch Frisch- und Trockenfutter ergänzt wird.

Futterplan - Katzen richtig füttern

Was ist hochwertiges Katzenfutter?

Die Unterschiede bei industriell gefertigtem Katzenfutter reichen von der Fleischsorte, über die Zutaten und die Zubereitungsart bis hin zum Preis. Wichtig ist dabei vor allem die Zusammensetzung und die Qualität der Zutaten.

Zwar liefern mehr oder weniger alle hierzulande erhältlichen Produkte das Nötigste, was Katzen zum Leben brauchen - allerdings enthalten viele Produkte Füll- und Inhaltsstoffe, die langfristig zur Entstehung bestimmter Katzenkrankheiten beitragen können. Zudem enthalten sie durch den Einsatz von pflanzlichen und tierischen Nebenerzeugnissen weniger hochwertige Nährstoffe, die Teil einer ausgewogenen Katzenernährung sein sollten.

Wer also nur auf günstiges Nass- und Trockenfutter zurückgreift, muss langfristig mit hohen Tierarztkosten rechnen. Setzen Sie deshalb auf hochwertiges, nährstoff- und abwechslungsreiches Katzenfutter. Es kommt der Gesundheit Ihrer Katze und langfristig auch Ihrem Geldbeutel zugute.

Gutes Katzenfutter erkennen

Wieviel Futter?

Eine Faustregel sagt, dass eine Katze pro Kilogramm Körpergewicht 50 g Nassfutter am Tag bekommen sollte. Grundsätzlich orientieren kann man sich auch an den vom jeweiligen Hersteller des Katzenfutters empfohlenen Tagesrationen.

Allerdings braucht ein sehr aktiver Freigänger natürlich mehr Futter als ein reiner Stubentiger. Die richtige Futtermenge hängt also erheblich vom Energiebedarf der Katze sowie von Alter und Gewicht ab. Auch die Zusammensetzung bzw. Qualität des Katzenfutters spielt eine Rolle. So nimmt die benötigte Futtermenge mit steigendem Nährstoffgehalt des Futters ab.

Die richtige Futtermenge zu finden ist also letztlich ein Annäherungsprozess, in dem Sie selbst ein Gefühl für den Bedarf Ihrer Katze entwickeln sollten. Verlangt eine normalgewichtige Katze nach mehr, spricht erstmal nichts dagegen, ihrem Bedürfnis nachzukommen. Sollte Ihre Katze bei dieser Fütterungsmethode zunehmen, können Sie an den tatsächlichen Energiebedarf Ihrer Katze anpassen und die Rationen schrittweise verkleinern.

Wie oft füttern?

Katzen sind Gewohnheitstiere, die feste Strukturen und Rituale bevorzugen. Das gilt auch für die Fütterung.

Erwachsene Katzen sollten mindestens zwei- optimalerweise aber dreimal am Tag gefüttert werden. Was den Zeitpunkt des Fütterns angeht, entwickeln Sie am besten eine gewisse Routine. Sie müssen Ihre Katze zwar nicht immer genau zur selben Tageszeit füttern, aber es empfiehlt sich, bestimmte Rituale einzuhalten. Füttern Sie Ihre Katze z.B. immer nach dem Aufstehen, wenn Sie von der Arbeit heimkommen und bevor Sie zu Bett gehen.

Manche Katzenhalter halten immer etwas Trockenfutter für die Katze im Napf bereit, für den Fall, dass sie mal nicht zum Füttern kommen. Das kann bei einigen Katzen allerdings zu unregelmäßigem Essverhalten führen und Über- oder Untergewicht verursachen. Andere Katzen können mit der ständigen Erreichbarkeit von Futter problemlos umgehen. Probieren Sie es aus!

Wieviel Flüssigkeit?

Katzen decken ihren Flüssigkeitsbedarf in freier Natur über ihre Nahrung. Ihre natürlichen Beutetiere bestehen zu etwa 70 – 80 % aus Wasser, so dass Katzen zusätzlich kaum Wasser trinken.

Nassfutter sollte deshalb einen Feuchtigkeitsgehalt von 50 - 70 % aufweisen, damit für eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gesorgt ist und Erkrankungen wie Harnsteine oder chronische Nierenschwäche verhindert werden.

Bei Trockenfutter verhält sich die Sache anders. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um Futter, dem die Feuchtigkeit entzogen wurde, um es haltbarer zu machen. Katzen, die ganz oder teilweise mit Trockenfutter ernährt werden, sollten deshalb immer Zugang zu frischem Wasser haben. Zudem sollte das Trockenfutter mindestens einen Wasseranteil von 8 – 10 % aufweisen.

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